Nachhaltigkeit – Standort Genk

Interview mit Marc Warson

01.

Nachhaltigkeit als zweite Natur

Nachhaltigkeit als zweite Natur: wie Warsco seinen Standort Genk zukunftssicher macht.

In einer Zeit, in der Unternehmen Nachhaltigkeit oft als Marketinginstrument nutzen, bleibt Warsco bodenständig. „Wir machen das schon seit Jahren, lange bevor Nachhaltigkeit ein Trend wurde“, sagt Marc Warson, Geschäftsführer und Eigentümer des Unternehmens, das modulare Einheiten produziert und vermietet. „Es ist eine Denkweise, die in unserer DNA steckt.“ Und nirgendwo wird das deutlicher als am Standort in Genk.

CO₂‑neutral

Während viele Firmen noch mit der Energiewende ringen, ist Warsco über zehn Jahre voraus. Seit der Standort 2012 eröffnet wurde, gibt es keinen Gasanschluss. Heizen und Kühlen erfolgen über Geothermie mit tiefen Bohrungen. Die Gebäude werden durch eigenen Solarstrom betrieben.

„Wenn man Gas verbrennt, stößt man CO₂ aus, aber wir waren hier nie angeschlossen. Deshalb haben wir auch keine Emissionen“, erklärt Marc.

Schilffelder als natürlicher Filter

Wasser durchläuft bei Warsco einen eigenen Kreislauf. „Die gesamte Anlage ist so gestaltet, dass Regenwasser zuerst in großen Puffern mit einem Fassungsvermögen von 120.000 Litern gesammelt wird. Dieses Wasser nutzen wir z. B. zum Reinigen der Units. Danach wird es in mehreren Schritten erneut gefiltert: Absetzbecken, Öl‑ und Fettabscheider und schließlich ein Schilffeld als natürlicher Endfilter. Wir geben das Wasser sauberer an die Erde zurück, als wir es erhalten“, sagt Marc.

Ladesäulen, Batteriespeicher und ein intelligentes Energiesystem

Der neueste nachhaltige Schritt ist im Gange: die Erweiterung des Geländes mit Ladesäulen, einem Batteriespeicher und einem intelligenten Energiemanagementsystem, das Verbrauch und Erzeugung optimal aufeinander abstimmt.

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„Viele meinten, wir müssten unsere elektrische Kapazität erhöhen. Doch wir haben uns bewusst dagegen entschieden“, sagt Marc.

Stattdessen setzt Warsco auf intelligentes Management: der Solarstrom fließt zuerst in Elektrofahrzeuge, dann in die Batterie. Droht ein Engpass, greift das System auf gespeicherte Energie zurück oder schaltet vorübergehend nicht essenzielle Funktionen ab.

Die Software denkt voraus. An einem bewölkten Morgen, wenn die Produktion auf Hochtouren läuft, werden die Firmenfahrzeuge nicht geladen. Das System weiß, dass später die Sonne kommt, und reserviert die Energie für die Produktion. Effizient und nachhaltig.

Bewusste Entscheidungen

Auffällig ist: Warsco betreibt Nachhaltigkeit nicht, um Eindruck zu machen. Die Vorgehensweise ist konsequent, durchdacht und wirtschaftlich bewusst. „Manchmal weiß ich nicht, ob wir das jemals finanziell wieder hereinholen“, sagt Marc. „Aber ich weiß, dass wir das Richtige tun. Und das ist das Wichtigste.“

Und wenn bald auch Lkw und Servicefahrzeuge elektrisch fahren können? Die nächste Stufe liegt bereit. „Wir haben die Infrastruktur, um darauf aufzubauen. Der Standort ist vorbereitet.“

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