Interview mit Marc Warson
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Bei Warsco ist Nachhaltigkeit eine Kultur, die seit vielen Generationen besteht und sich in jedem Detail des Produktionsprozesses und an allen Standorten zeigt. Ein Gespräch mit Geschäftsführer Marc Warson macht das schnell deutlich. Für sie ist Nachhaltigkeit kein Trend — sie steckt in ihrem DNA. Und das seit Jahrzehnten.
„Wir versuchen, Abfall zu vermeiden. Das ist in unserer Organisation fest verankert“, sagt Marc. Diese Haltung wuchs von innen heraus. „Nachhaltigkeit gibt es in unserem Unternehmen schon sehr lange. Für meinen Vater bedeutete das, nichts wegzuwerfen und alles wiederzuverwenden. Nicht unbedingt aus Umweltgründen, sondern weil es wirtschaftlich sinnvoll war.“
Was als wirtschaftliche Effizienz begann, entwickelte sich zu einem tief verwurzelten nachhaltigen Reflex. Stahl, Holz, Aluminium, Steinwolle… Warsco trennt, lagert und recycelt alles sorgfältig. Doch es geht weit über Abfalltrennung hinaus: eigene Solaranlagen versorgen die Ladestationen auf dem Gelände, und Präzisionsmaschinen produzieren jedes Profil identisch.
Was Warsco besonders macht, ist die gemeinsame Überzeugung in Sachen Nachhaltigkeit. „Bei uns gilt: Was wir herstellen, muss es wert sein. Wir müssen stolz darauf sein können. Deshalb produzieren wir Einheiten, die so lange wie möglich halten, effizient arbeiten und keinen Abfall verursachen“, erklärt Marc.
Oft liegen Verbesserungen in Gewohnheiten oder kleinen Entscheidungen. „Bei jeder Entscheidung oder jedem Problem fragen wir uns immer: warum? Warum machen wir es so? Geht es anders, einfacher oder sparsamer?“ Dieser kritische Blick lebt in allen Ebenen des Unternehmens — von Fahrern und Monteuren über Zeichner bis hin zum Eigentümer selbst.
In vielen Firmen ist Innovation Aufgabe einer spezialisierten F&E‑Abteilung. Bei Warsco entsteht sie organisch im Arbeitsalltag. Dennoch sieht sich Marc Warson nicht als Visionär.
„Ich bin kein Trendsetter. Aber ich bin jemand, der ständig schaut, zuhört und puzzelt, bis alles stimmt. Man wacht nicht einfach auf und denkt: Heute innovieren wir. Es wächst. Man sieht oder hört etwas, und plötzlich fügt sich alles zusammen.“
Während andere auf Gesetzgebung warten, geht Warsco voran. Sie entwerfen ihre Einheiten schon heute so, dass Komponenten auch 2050 noch wiederverwendet werden können.
„Nachhaltig zu sein erfordert Zeit, Investitionen und Vertrauen, dass es sich langfristig lohnt. Ich denke, wir sind fünf bis zehn Jahre voraus. Nicht weil wir irgendwann eine Nachhaltigkeitsstrategie entwickelt haben, sondern weil es immer schon Teil unserer Menschen war“, sagt Marc.
Bei Warsco ist Nachhaltigkeit eine bewusste Entscheidung — eine, die jeden Tag aufs Neue getroffen wird.